Über mich

Ella Rosboud

Ich wurde 1974 in Wien geboren und bin in einer Patchworkfamilie aufgewachsen. Schon als Kind wusste ich, dass ich mit Menschen arbeiten möchte – Krankenschwester zu werden war mein großer Wunsch. Nach meiner Ausbildung habe ich viele Jahre als Intensiv-Krankenschwester gearbeitet und später mit viel Freude das Mobile Palliativteamunterstützt.

Die Geburt meiner Tochter im Jahr 2000 und meines Sohnes 2002 hat mich tief geprägt – und mich in die Welt der Alternativmedizin geführt. Ich wollte verstehen, was den Menschen auf allen Ebenen bewegt, was ihn nährt, was ihn stärkt. So begann ich meine ersten Ausbildungen in verschiedenen Methoden der ganzheitlichen Begleitung. Auch die Arbeit mit Kindern faszinierte mich, weshalb ich eine Fortbildung zur Montessoripädagogin machte und zwei Jahre an einer freien Schule mitwirkte.

Heute arbeite ich mit ganzem Herzen in meiner eigenen Praxis. Hier kann ich meine Erfahrungen aus Medizin, alternativen Heilweisen und Körperarbeit verbinden – und meine unermüdliche Neugierde auf das Leben und den Menschen jeden Tag aufs Neue ausleben.

Warum ich tue, was ich tue

Mich begeistert es zu sehen, wie wir Menschen uns entwickeln können. Wie wir letztendlich alles, was wir für ein erfülltes Leben brauchen, bereits in uns tragen. Ähnlich wie in einem Samenkorn schon der ganze Baum angelegt ist – und es nur die richtige Menge Wasser, Licht und Erde braucht, damit er in die Welt hineinwachsen kann.

Doch meine Arbeit mit anderen Menschen ist untrennbar mit meiner eigenen inneren Reise verbunden. Seit Jahren forsche ich auch an mir selbst, begleite meine eigenen Prozesse und tauche immer tiefer in das Verständnis des Menschseins ein. Ich weiß, wie es ist, sich mit alten Mustern auseinanderzusetzen, sich selbst zu hinterfragen, sich durch Krisen hindurch weiterzuentwickeln. Aus diesem reichen Erfahrungsschatz schöpfe ich in meiner Arbeit – und daraus ist auch mein tiefes Mitgefühl für andere gewachsen.

Meine Philosophie

Für mich gibt es weder gut noch böse, weder richtig noch falsch. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit – seine Erfahrungen, seine Prägungen, seine Fragen. Meine Aufgabe sehe ich darin, einen Raum zu öffnen, in dem du dich selbst besser verstehen kannst. Einen Raum, in dem sich dein Körper, dein Geist und deine Seele entfalten dürfen – in deinem eigenen Tempo, auf deine eigene Weise.

Die Einladung

Es ist mir nicht wichtig, womit du dein Geld verdienst.
Ich will wissen, wonach du dich sehnst,
und ob du dir die Erfüllung deines Herzenswunsches zu erträumen wagst.

Es ist mir nicht wichtig, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen –
für die Liebe, für deinen Traum oder für das Abenteuer, lebendig zu sein.

Es ist mir nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob du den Kern deiner Trauer berührt hast;
ob dich die Vertrauensbrüche des Lebens geöffnet haben;
oder ob du dich zusammengezogen und verschlossen hast
aus Angst vor neuem Schmerz.

Ich will wissen, ob du Schmerz aushalten kannst – meinen oder deinen eigenen –
ohne etwas tun zu müssen,
um ihn zu verstecken, zu lindern oder ihn ‚in Ordnung‘ zu bringen.

Ich will wissen, ob du Freude zulassen kannst – meine oder deine eigene –
ob du voller Wildheit tanzen kannst
und die Ekstase dich bis in die Finger- und Zehenspitzen ausfüllen darf,
ohne uns zur Vorsicht zu mahnen, auf die Realität hinzuweisen
oder uns an die Begrenztheit des Mensch-Seins zu erinnern.

Es ist mir nicht wichtig, ob die Geschichte wahr ist, die du mir erzählst.
Ich will wissen, ob du jemand anderen enttäuschen kannst,
um dir selbst treu zu bleiben;
ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst,
ohne deine eigene Seele zu verraten;
ob du treulos sein kannst und dadurch vertrauenswürdig.

Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst,
selbst wenn sie nicht jeden Tag hübsch ist.
Und ob du dein Leben durch ihre Allgegenwart nähren lassen kannst.

Ich will wissen, ob du mit dem Scheitern leben kannst – deinem und meinem –
und dennoch am Rand des Sees stehst,
und dem Silberschein des vollen Mondes ein lautes „JA!“ zurufst.

Es ist mir nicht wichtig, wo du wohnst oder wie viel Geld du hast.
Ich will wissen, ob du nach einer Nacht voller Kummer und Verzweiflung,
zermürbt und erschöpft bis auf die Knochen aufstehen kannst,
und das tust, was notwendig ist, um die Kinder zu versorgen.

Es ist mir nicht wichtig, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist.
Ich will wissen, ob du mit mir im Zentrum des Feuers stehen wirst,
ohne zurückzuweichen.

Es ist mir nicht wichtig, wo oder was oder bei wem du gelernt hast.
Ich will wissen, was dich von innen aufrecht hält, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir alleine sein kannst,
und ob du deine Gesellschaft in solch leeren Momenten wirklich magst.

– Oriah Mountain Dreamer